Eine Brücke, die Bindungen stärkt

Spende des ehs-Verlags hilft bei Vater-Kind-Projekten

Sie verbindet Menschen. Und stärkt Bindungen. Die „Brücke Magdeburg“ bringt als freier Träger der Jugendhilfe aber nicht nur Kinder und Jugendliche zusammen, sondern Generationen. Seit ihrer Gründung 1991 hat sie die unterschiedlichsten sozialen Projekte initiert, die mit wenigen Ausnahmen noch heute bestehen. Eines der jüngeren richtet sich an Väter und deren Kinder.

„Sie reden meist nur über die Arbeit oder Fußball.“ Steffen Hickisch, Geschäftsführer und Mitbegründer der Brücke, war skeptisch, als vor zwölf Jahren die Idee des Väterzentrums aufkam. Doch der zweifache Vater ließ sich schnell eines Besseren belehren. Entgegen viel zitierter Vaterklischees nahmen sich die Papas Zeit, tauschten sich über ihre Kinder aus und unternahmen viel gemeinsam. Bei Sportaktivitäten der Brücke stehen sie nicht am Rand, wenn ihre Kinder sporteln, sondern machen mit. Bei Ferienzeiten auf einem Reiterhof in Bertingen oder Kanu-Wochenenden an der Elbe wird die Bindung zusätzlich gefestigt.

Das Interesse an den Angeboten des Väterzentrums ist in den zurückliegenden Jahren stetig gewachsen. Die „Mund-zu-Mund-Propaganda“ funktioniere sehr gut. Es seien längst nicht nur geschiedene Väter dabei. Auch der soziale Status spiele keine Rolle. Der Brücke Magdeburg gelingt es mit diesem Projekt einmal mehr, ihrem verbindenden  Namen gerecht zu werden.

Um besser auf die große Nachfrage reagieren zu können, freut sich Hickisch über Spenden. Umso größer war seine Freude vor wenigen Tagen, als er von Raik Wilke, Geschäftsführer der ehs-Verlags GmbH, einen Spendenscheck über 1.000 Euro in Empfang nehmen durfte. „Damit sind wir in diesem Jahr sehr viel flexibler“, meinte er. Der nächsten Vater-Kind-Exkursion in den Sommerferien steht also nichts mehr im Wege.

Die Mitarbeiter des ehs-Verlags sammeln jedes Jahr Spenden für einen guten Zweck. In den zurückliegenden Jahren konnten davon bereits das Kinderhospiz, das Familienhaus und das Kinderheim Erich Weinert profitieren.

 

Volksstimmeartikel vom 04. Februar 2017

Volksstimmeartikel vom 04. Februar 2017

Da war die Freude groß: ehs-Vertriebsleiter Ingo Schwan (r.) übergab Tierheimleiter Andreas Reichardt den Spendenscheck über 700 Euro.

Spende an Tierheim Magdeburg

Da war die Freude groß: ehs-Vertriebsleiter Ingo Schwan (r.) übergab Tierheimleiter Andreas Reichardt den Spendenscheck über 600 Euro.

Da war die Freude groß: ehs-Vertriebsleiter Ingo Schwan (r.) übergab Tierheimleiter Andreas Reichardt den Spendenscheck über 700 Euro.

Weil Tiere sich nicht selbst helfen können

ehs-Verlag spendet 700 Euro an das Tierheim Magdeburg

„Im Winter ist es hier ruhiger.“ Andreas Reichardt geht an den Hundezwingern vorbei Richtung Katzenhaus. Die Zeiten, dass Weihnachtsgeschenke auf vier Pfoten nach kurzer Zeit im Tierheim Magdeburg landen, seien vorbei, erzählt der Tierheimleiter dem Vertriebsleiter des ehs-Verlags, Ingo Schwan.

Die Aufklärung funktioniere, tierische Präsente würden seltener. Und so ist dieser Tage nicht jeder Zwinger besetzt. Eine gute Nachricht, die auch den Einsatz des Tierheimteams widerspiegelt. Die Vermittlungsquote ist recht hoch. Einzig ältere und nicht mehr ganz vitale Fellnasen hätten es schwer, einen neuen Besitzer zu finden.

Für die Versorgung ist gesorgt. Doch die Einrichtung müsse in Abständen erneuert werden. Neue Hundekörbe, Decken, Kratzbäume für Katzen oder auch mal Reparaturen im Zwinger … Hier freut sich das Tierheim der Landeshauptstadt auf Spenden. Darum war Andreas Reichardt tierisch überrascht, als er den Spendenscheck sah, den Ingo Schwan dabei hatte.

Die Mitarbeiter des ehs-Verlages sammeln jedes Jahr für einen guten Zweck. In den zurückliegenden Jahren konnten davon bereits das Kinderhospiz, das Familienhaus und auch das Frauenhaus profitieren. Nun sollten auch einmal Tiere etwas bekommen. Denn die können sich nicht selbst helfen. 700 Euro sind zusammengekommen. „Wir sind sicher, dass das Geld hier gut eingesetzt wird“, meinte Ingo Schwan nach dem Rundgang.

Das Magdeburger Frauenhaus ist immer für Spenden dankbar: Hans Strecker und Einrichtungsleiterin Surki Stubbs nehmen von ehs-Geschäftsführer Raik Wilke (l.) und Mitarbeiterin Conny Heise (r.) den symbolischen Spendenscheck über 700 Euro entgegen.

Spende des ehs-Verlags an das Magdeburger Frauenhaus

Das Magdeburger Frauenhaus ist immer für Spenden dankbar: Hans Strecker und Einrichtungsleiterin Surki Stubbs nehmen von ehs-Geschäftsführer Raik Wilke (l.) und Mitarbeiterin Conny Heise (r.) den symbolischen Spendenscheck über 700 Euro entgegen.

Das Magdeburger Frauenhaus ist immer für Spenden dankbar: Hans Strecker und Einrichtungsleiterin Surki Stubbs nehmen von ehs-Geschäftsführer Raik Wilke (l.) und Mitarbeiterin Conny Heise (r.) den symbolischen Spendenscheck über 700 Euro entgegen.

Seit einem Jahr führt der Bernburger Verein “Rückenwind” das Magdeburger Frauenhaus.

Es ist immer zu 93 Prozent ausgelastet, der Bedarf also weiter vorhanden. 0 bis 60 Fälle im Jahr, das Magdeburger Frauenhaus bleibt auch weiterhin eine traurige Notwendigkeit. Häusliche Gewalt, die dazu führt, dass die betroffenen Frauen die Flucht aus der Beziehung und eben auch aus der gemeinsamen Wohnung ergreifen müssen, sei an der Tagesordnung, so Hans Strecker, Geschäftsführer des Vereins “Rückenwind”, der das Magdeburger Frauenhaus vor einem Jahr übernommen hatte.

Zehn Plätze biete das Frauenhaus, dazu komme ein Notfallplatz. “Und wir sind zu 93 Prozent ausgelastet”, sagt Strecker. Es könnten folglich sogar noch mehr Plätze geschaffen werden, allerdings sei die Planung dafür nicht ganz einfach. “Mal kommen mehr Frauen, dann wieder eine Zeit lang vielleicht weniger.” Jedoch stehe man zurzeit mit der Stadt Magdeburg in Gesprächen darüber, was vielleicht noch möglich sei. Der Stadt bescheinigt Strecker eine “sehr gute Zusammenarbeit”. Egal, ob Ämter oder die Gleichstellungsbeauftragte, man könne sich über Unterstützung aus dem Rathaus nicht beklagen. Das Gleiche gelte auch für die zuständigen Landesbehörden und Ministerien.

Fünf Mitarbeiterinnen kümmern sich um die Frauen im Frauenhaus, darunter eine Erzieherin, die speziell für die Kinder zuständig sei. “Das ist durchaus nicht der Normalfall in Frauenhäusern”, sagt Strecker. Auch ein lobenswerter Umstand in Magdeburg. Es sei wichtig, dass besonders den betroffenen Kindern, die nicht selten verstört, manchmal sogar traumatisiert seien, geholfen und ihnen eine möglichst schöne Umgebung geboten werde. Wobei Hans Strecker natürlich weiß, dass “schön” in der Situation, in der sich die Frauen und ihre Kinder befinden, ein relativer Begriff sei. “Es ist und bleibt eine Notsituation.”

Im Durchschnitt bleiben die Frauen zwei bis drei Monate im Magdeburger Frauenhaus. “In dieser Zeit werden sie betreut, beraten, und es werden ihnen Perspektiven aufgezeigt, wie es weitergehen kann”, sagt Hans Strecker. Oft sind die finanziellen Verhältnisse das größte Problem. “Viele Frauen kommen buchstäblich nur mit ihren Kindern und dem, was sie an Kleidung auf dem Leib tragen, ins Frauenhaus. Wir statten die Hilfesuchenden mit dem Nötigsten aus.” Darum sei das Haus immer auch auf Spenden angewiesen – egal ob Geld oder Sachspenden. Möbel, Kleidung, Hausrat, Spielzeug, alles sei willkommen.

Dass der Standort des Magdeburger Frauenhauses möglichst geheim bleibe, “versteht sich von selbst”, so Hans Strecker. “Es gibt immer Männer, die ihren geflüchteten Frauen nachstellen, sie bedrohen. Davor müssen sie geschützt werden.” Und in diesem Zusammenhang bestehe auch eine gute Zusammenarbeit mit der Magdeburger Polizei. “Wenn sie gerufen wird, kommt sie sofort.”

Auf die Frage, ob sich die häusliche Gewalt an Frauen in den vergangenen Jahren geändert habe, kann Hans Strecker nur mit Nein antworten. Zum Glück ist es nach unseren Beobachtungen nicht schlimmer geworden, “besser aber auch nicht”.

Zu erreichen ist das Magdeburger Frauenhaus übrigens über alle Sozialbehörden, sozialen Beratungsstellen, die Polizei und Vereine wie etwa “Wildwasser”.